Nicht nur die einzigartige Ammerländer Parklandschaft lockt die Besucher nach Bad Zwischenahn, die vielen Sehenswürdigkeiten machen einen Besuch erst abwechslungsreich. Ob historische Gebäude im Kurpark, liebevoll restaurierte Mühlen, sehenswerte Kirchen oder gar „Burgen“ – zu entdecken gibt es vieles! Oder wie wäre es mal wieder mit einem Besuch im Museum? Im Freilichtmuseum Ammerländer Bauernhaus wird Ihnen alte Ammerländer Geschichte näher gebracht, im Museum in Specken finden Sie viele Exponate aus vergangener Zeit und die Ostdeutsche Heimatstube bringt Ihnen die Geschichte vieler Vertriebener näher.





Freilichtmuseum Ammerländer Bauernhaus

Das Freilichtmuseum in Bad Zwischenahn besteht aus insgesamt 14 Häusern und Nebengebäuden. Zentrum und Hauptgebäude ist das Ammerländer Bauernhaus. Begrenzt wird das Museumsgelände auf der westlichen Seite von der aus dem Zwischenahner Meer kommenden Aue und auf der östlichen Seite vom zum Museum gehörenden Bauernwald. Das Südufer des Zwischenahner Meeres bildet die natürliche Grenze des Geländes. Es ist insgesamt eine harmonisch in eine Parklandschaft eingefügte Hofanlage.


Anfang 1900 hatten weitsichtige Mitglieder des Vereins, er hieß damals „Verschönerungs-Verein in und bei Zwischenahn“, die Idee, ein Original Ammerländer Bauernhaus für die Nachwelt aufzubauen und damit den nachfolgenden Generationen die bäuerliche Lebenskultur der Zeit um 1700 aufzuzeigen.


Der Beginn der Baumaßnahme erfolgte im Oktober 1909 aus den Teilen von zwei gekauften Bauernhäusern aus dem Ammerland aus der Zeit um 1695. Im Juni 1910 war die Fertigstellung und somit die Eröffnung des Freilichtmuseums in Bad Zwischenahn. Es ist damit eines der ältesten Freilichtmuseen seiner Art in Deutschland.


Mühle im Kurpark


Die Windmühle im Freilichtmuseum in Bad Zwischenahn ist eine zweigeschossige Galeriekappenwindmühle (Holländer). Sie stammt aus dem Jahre 1811 und wurde zunächst im benachbarten Westerstede aufgebaut. Nach wiederholtem Besitzerwechsel war ihr letzter Standort in Hüllstede in der Nähe von Westerstede. Dort drohte sie nach ihrer Stillegung im Jahre 1958 zu verfallen und wurde 1960 zur Rettung in das Freilichtmuseum nach Bad Zwischenahn versetzt. In der Mühle gibt es einen funktionsfähigen Mahlgang zum Schroten sowie einen Kollergang, der zur Ölherstellung gebraucht wird. Die Flügel der Mühle sind 11,20 Meter lang, die Gesamthöhe der Mühle bis Kappenfirst beträgt 21 Meter.



Rügenwalder Mühle


Die rote Mühle ist seit über 100 Jahren das Markenzeichen des Wurstwarenherstellers Rügenwalder Mühle. Seit der offiziellen Einweihung im November 2012 ist nun die echte Rügenwalder Mühle in Bad Zwischenahn zu bewundern.


Die Mühle auf dem Gelände des Charlottenhofes soll ein lebendiger Ort der Begegnung werden und Raum für kulturelle Veranstaltungen bieten. Mit einem funktionierenden Mahlwerk kann außerdem Salz gemahlen werden. Um die Auflage zu erfüllen, dass sich eine Mühle nur drehen darf, wenn ein zertifizierter Müller vor Ort ist, wurden Mitarbeiter des Unternehmens zum Müller ausgebildet.
Seit Frühling 2013 ist das bekannte Bauwerk in Holz und Klinkerstein nun auch für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet regelmäßig kulturelle Veranstaltungen.